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Hubschrauber Fliegen im X-Plane 10

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Guest
Hallo,
 
dies ist ein etwas überarbeiter Artikel zum Hubschrauber Fliegen, den ich 2012 schon gepostet habe. X-Plane 10 entwickelt sich ja weiter (und die Helikopter Addons auch).
 
Hubschrauber Fliegen ist sehr anspruchsvoll. Meiner Ansicht nach, die anspruchsvollste Flugart überhaupt.
Im X-Plane 10 kann man Hubschrauber Fliegen sehr gut lernen. Es ist allerdings hier etwas schwieriger, als in anderen Simulatoren, da X-Plane 10 sehr realistisch arbeitet....
 
Um nicht gleich wieder frustriert aufzugeben sollte man aber einige Dinge wissen und beherzigen.
X-Plane 10 bitte möglichst auf den neuesten Stand bringen. Zur Zeit ist dies 10.36 oder der gerade laufende Beta Prozess 10.40 (Stand 06.2015).
Die Leistung und die Flugberechnungen sind im Vergleich mit früheren X-Plane 10 Versionen doch um einiges besser geworden.
 
Voraussetzungen.
Der Flugsimulator muss so eingestellt sein, dass mindestens 25 FPS (Frames pro Sekunde), besser 30, zur Verfügung stehen. Je mehr, umso besser. Das ist notwendig, da der Hubschrauber immerwährende kleine Steuereingaben benötigt um ihn in einem stabilen Flugzustand zu halten. Deshalb braucht man auch einen guten, präzisen Joystick mit separatem Schubregler. Der Joystick muss sehr genau arbeiten und Eingaben um die 3 Achsen zulassen (Querachse, Längsachse und für den Heckrotor die Hochachse). Er muss also auch drehbar sein. Es sei denn, man hat Ruderpedale, die für einen Hubschrauber sehr zu empfehlen sind.
Ich gehe deshalb im Folgenden davon aus, das auch Ruderpedale zur Verfügung stehen. Ansonsten muss man die entsprechenden Steuereingaben durch Drehung des Joysticks tätigen.
 
Im X-Plane 10 sind ein paar weitere Einstellungen möglich (und nötig), um den Hubschrauber richtig steuern zu können.
Dies wird im Menü "Einstellungen" durchgeführt.
 
1. Der für ein Flugzeug eingestellte Schubregler muss auf "Collective" umgestellt werden. Menü "Joystick, Tastaur und Geräte" (Kartei "Achse").
Hier kann man sich nun entscheiden, ob man den Button "umgekehrt" setzt oder nicht. In der Realität zieht man ja am Collective, um "Schub" zu geben.
Allerdings befindet sich der Collective links neben dem Pilotensitz (der übrigens rechts sitzt) und sieht aus wie eine "Handbremse".
Steigen: nach oben ziehen. Sinken: nach unten drücken.
Seinen Schubregler (jetzt Collective) am Simulator kann man sich also mit dem Button "umgekehrt" entsprechend einstellen.
Da der Simulator-Schubregler aber ja meistens auf dem Tisch steht, kann man auf die Einstellung "umgekehrt" auch verzichten.
Steigen bedeutet dann Schubregler (Collective) nach vorn drücken, Sinken entsprechend anders herum.
Das bleibt aber jedem selbst überlassen.
 
2. Ein Hubschrauber ist immer in Bewegung und braucht immer kleine Steuereingaben. Deshalb sollte man im Menü "Einstellungen" - "Operationen und Warnungen" die "Flugmodelle pro Bild" auf 3 oder 4 stellen. Dann werden die Flugmodellberechnungen 3 oder 4 mal pro Frame berechnet.
Damit ist der Hubschrauber wesentlich besser und schneller steuerbar. Bei einer Framezahl von 25 FPS und der Einstellung "3" würde das Flugmodell für den Hubschrauber dann 75 mal pro Sekunde berechnet werden. Und das wird auch benötigt, sonst kommt es immer wieder zu "Übersteuerungen", weil man zu spät sieht, was der Heli macht und dementsprechend zu spät reagiert.
 
3. Im Menü "Joystick, Tastatur und Geräte" (Kartei "Nullzone") sollte man folgende Änderungen vornehmen:
Die drei Regler Pitch, Roll, Yaw Stability.. ganz nach links für höchsten Realismus schieben.
Die 3 Regler Pitch, Roll, Yaw control-response zwischen 60% und 80% einstellen (das hängt vom Joystick ab. Probieren....).
Dies bewirkt, dass der Joystick für kleine Steuersignale einen größeren Weg benötigt und somit sensibler bedient werden kann.
Ganz wichtig beim Fliegen mit einem Hubschrauber! Die meisten Computer-Joysticks haben ja nicht so einen langen Hebelarm, wie die realen Hubschrauber
Sticks (diese heißen übrigens hier "Cyclic") und sind durch die Rückstellfeder (die der reale Hubschrauber nicht hat) schwergängiger.
Damit sind die Einstellungen im X-Plane 10 erledigt.
 
Jetzt wird noch ein guter Hubschrauber benötigt. Das gilt auch für den X-Plane 10. Mit einem schlecht programmierten Hubschrauber nützt einem auch der X-Plane 10 Simulator nicht viel....
 
Gute Hubschrauber sind zum Beispiel in unserem Shop zu finden :) (R22, R66, DreamFoil Bell 206 oder 407, AS350...).
Ein weiterer Hubschrauber wäre z.B. der MBB/Kawasaki BK-117 (x-plane.org) von ND Art and Technology.
Das Lesen der jeweiligen Handbücher ist Pflicht.
 
So, wenn nun alles soweit erledigt und eingestellt ist, dann empfehlen sich ein paar Übungen um mit dem Fluggerät vertraut zu werden. Vorher aber noch ein paar Worte zur Physik der Steuereingaben:
Bei einem Hubschrauber muss man sich über eines im Klaren sein.
Man darf nie die Steuergeräte (Joystik/Cyclic, Schubregler/Collective, Ruderpedale) loslassen.
Der Hubschrauber geht sonst sofort in einen instabilen Zustand über, welcher dann kaum noch stabilisiert werden kann. Das gilt für die Realität genauso wie für die Simulation. In der Simulation wird dies noch durch die Rückstellfeder der meisten Joysticks verschlimmert.
Diese bringt den Stick in die "neutral" Position zurück. Und eine neutrale Position gibt es bei einem Helicopter nicht.
Er benötig dauernde kleine Steuereingaben, damit er seinen Zustand beibehält, bzw. unter Kontrolle bleibt.
 
Ein Hubschrauber "hängt" am Hauptrotor. Der Schwerpunkt befindet sich dabei weit unter dem Rotor. Veränderungen des Rotors (Kippachse, Anstellwinkel der Blätter...) wirken sich erst mit einer gewissen Verzögerung auf den Hubschrauber aus.
 
Der Hauptrotor erzeugt eine Kraft, die den Hubschrauber in den Schwebezustand bringt oder steigen lässt. Der Heckrotor verhindert eine Drehung (Torque) des Hubschraubers um die Hochachse.
Diese entsteht durch das Gegendrehmoment, welches der Hauptrotor auf den Hubschrauber überträgt.
 
Die Kraft des Hauptrotors wird mit dem Schubregler (Collective) gesteuert.
Der Schubregler verändert den Anstellwinkel der Rotorblätter (nicht die Drehzahl, die ist konstant), sodass mehr oder weniger Schubkraft (vorerst senkrecht nach oben) erzeugt wird.
Eine Vorwärts (oder auch Seitwärts bzw. Rückwärts) Bewegung des Hubschraubers steuert man mit dem Joystick (Cyclic).
Hierdurch ändert man den Winkel der Drehebene des Hauptrotors.
Drückt man beispielsweise den Joystick nach vorn, so kippt die Rotorebene entsprechend nach vorn.
 
Dadurch wird die Schubkraft aufgeteilt in eine etwas kleinere Kraft nach oben und eine entsprechende Kraft nach vorn.
Da die Kraft nach oben nun etwas kleiner geworden ist, muss man sofort etwas Schub (Änderung des Anstellwinkels der einzelnen Rotorblätter) geben, um auf gleicher Höhe zu bleiben.
Gleichzeitig entsteht nun aber ein anderes Drehmoment durch den Hauptrotor, so dass auch die Schubkraft des Heckrotors geändert werden muss. Dies macht man mit den Ruderpedalen (hoffentlich vorhanden) oder durch Drehung des Joysticks.
 
Man sieht, im Gegensatz zum Flugzeug sind bei einem Hubschrauber immer viele Steuereingaben gleichzeitig notwendig. Hinzu kommt, dass die Reaktion des Helicopters auf die Steuereingaben relativ träge erfolgt, aber dann schnell überschießt, wenn die Steuereingaben zu groß werden.... Man muss versuchen zu erahnen, was gleich passiert und dann schon einmal (re)agieren.
 
Aber immer:
Mit kleinen Steuereingaben.
 
Mit ein wenig Übung klappt das tatsächlich. Aus diesem Grund ist es auch ratsam nicht andauernd den Hubschrauber zu wechseln.
 
Hier nun ein paar Übungen:
Einstellungen des Simulators wie oben beschrieben. Wettereinstellung: Gutes Wetter ohne Wind!
Position: Startpunkt einer möglichst langen und breiten Runway.
Der Hubschrauber ist in Betrieb und steht am Boden. Blickrichtung die Runway entlang.
Man kann für diese Übungen anfangs ruhig in die Aussenansicht gehen, sodass man den Hubschrauber vor sich sieht.
Das ist etwas einfacher. Später kann man dann versuchen, das ganze aus dem VC zu wiederholen.
Man sollte dabei auch bedenken, dass es am Bildschirm wesentlich schwieriger ist, die wirkliche Fluglage des Hubschraubers aus dem virtuellen Cockpit zu erkennen, wie in der Realität. Also keine Skrupel mit der Aussenansicht....
 
Jetzt etwas Schub geben, bis der Hubschrauber zu steigen anfängt.
Dann sofort etwas Schub nachlassen und mit den Pedalen oder dem Joystik (Drehung) den Hubschrauber in Richtung Runway halten.
Durch kleine Steuereingaben mit dem Joystick (nach vorn drücken, nach hinten ziehen, zur Seite nach links und rechts drücken)
versuchen, den Helicopter auf der Stelle schweben zu lassen. Er wird sich immer etwas bewegen.
Nicht höher als 10 bis 20 ft. Wenns brenzlig wird, Schub nachlassen und landen.
Nicht aufgeben. Es dauert einige Zeit, bis man mit den notwendigen Steuereingaben vertraut wird.
Es ist ganz anders als mit einem Flugzeug!
 
Wenn das Schweben klappt, dann im Schwebezustand etwas mehr Schub (oder weniger) auf den Heckrotor (Joystick drehen oder Ruderpedale bewegen) geben und versuchen, den Hubschrauber dadurch auf der Stelle zu drehen. Langsam, sonst bricht er zur Seite aus und es werden weitere Korrekturen nötig, die schnell zu einem unstabilen Zustand führen können.
 
Wenn das auch klappt, dann geht es wie folgt weiter:
 
Wir versuchen aus dem Schwebezustand in immer gleicher Höhe (ca. 20 - max 50 ft) gerade die Runway entlang zu "hoovern".
Dazu im Schwebezustand etwas Druck auf den Joystik/Cyclic nach vorn geben. Der Hubschrauber "kippt" etwas nach vorn und beginnt sich nach vorn zu bewegen. Damit er dabei nicht sinkt, muss gleichzeitig etwas mehr Schub mit dem Schubregler/Collective auf den Hauptrotor gegeben werden.
Dabei immer bedenken: Wenn man den Schub auf den Hauptrotor ändert, muss man auch den Schub auf den Heckrotor ändern.
So kann man die ganze Runway langsam entlang hoovern. Mit immer wieder leichten Korrekturen (Schubregler, Joystik, Ruderpedale).
 
Am Ende der Runway frühzeitig den Joystick/Cyclic zurückziehen, sodass der Hubschrauber leicht nach hinten kippt.
Dadurch verringert sich die Fahrt (man bremst sozusagen) bis man wieder im Schwebezustand, fast ohne Fahrt ist.
 
Jetzt könnte man wieder umdrehen (wie oben gelernt) und landen.
Für die Landung sollte man sich immer einen bestimmten Landepunkt (auf der Übungsrunway) wählen, damit man auch das gleich übt.
Wir wollen ja auch später nicht "irgendwo" landen.... sondern dort, wo wir uns es vorgenommen haben zu landen.
 
Bis man das hinbekommt, dauert es etwas. Aber nicht verzagen. Es klappt ganz sicher nach einiger Zeit.
Und dann macht ein richtger Flug mit dem "Hubi" umsomehr Spass.
 
Eine Steigerung ist dann z.B. die Landeübung auf einem fahrenden Flugzeugträger oder gar auf einer Ölplattform...
Auf einem Flugzeugträger muss man z.B. das Landedeck genau beobachten, damit man dann landet, wenn sich das Deck gerade nach unten bewegt (oder ruhig ist) und nicht,
wenn das Deck sich dem Hubschrauber entgegen bewegt. Gleichzeitig muss man hier auch noch die Geschwindigkeit des Schiffes beachten ...
 
Ab ca. 60 kt Fahrt ist ein Hubschrauber relativ einfach zu steuern. Er verhält sich dann stabil.
 
Ich wünsche nun viel Vergnügen mit dem "eigenen" Helikopter.
Heinz Flichtbeil (Aerosoft X-Plane 10 Support)
 

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Hallo Heinz,

eine sehr genaue und detaillierte Erklärung! Danke!

Ich finde auch dass beim Hubschrauber die wichtigste ist üben, üben und nochmal üben...und ja, mit dem selben Modell.

Übrigens, ich weiß dass es freeware ist aber Rotorsim EC135 ist auch eine sehr gute Wahl für Realität ;)

Liebe Grüße,

Csaba

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...

Übrigens, ich weiß dass es freeware ist aber Rotorsim EC135 ist auch eine sehr gute Wahl für Realität ;)

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Hallo Csaba,

stimmt. Die EC 135 ist gut. Und es gibt sicher noch mehr gute Helis...... :)

Gruß Heinz

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Hallo Heinz,

gut gemacht, die beste Anleitung für Heil-Anfänger!

Zum Punkt: "Welche Hubschrauber":

Hier meine Erfahrungen und mein Rat für alle , die ernsthaft das Ziel haben, einen Heil ( zumindest im Simulator) fliegen zu könnnen, nicht nur wie ein Videospiel.

Anfangen mit dem SeaKing (fliegt sich wie ein LKW) um ein Gefühl für die Heil-Steuerung zu bekommen.

Wer dann damit auf einem Flugzeugträger landen kann und denkt "jetzt kann ich`s": IRRTUM, jetzt beginnt das Lernen erst.

Zwei mögliche Wege:

1. den ich gewählt habe: direkt auf R22 und danach auf AS 350, oder

2. sich langsam über R 66 und/oder S92, Bell 416, BK 117, EC 135, MD 902 zu den o.g. hochhangeln.

Folge: so oder so: Frust, Frust und nochmals Frust und die Konsequenz: entweder Handtuch oder Durchbeißen, Durchbeißen, aber dann am Ende ein beglückendes Erfolgserlebnis!!!

Wer einen der letzten beiden auf einer Ölplattform landen kann, kann behaupten. "Ich kann ( …..s.o…..) Hubschrauber fliegen.

Mein permanenter Lehrheli ist bis heute der AS 350, denn es gibt keinen der m.E. flugtechnisch anspruchsvoller ist und soviel Einstell-Möglichkeiten bietet (großes Kompliment an DreamFoil !!).

P.S.: Was das o.g. Ziel anbelangt: Pedale sind unumgänglich !!

Gruß

Claus

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Danke Heiz, ich fang grad mit X-Plane an und werde mich am WE in den R22 von DreamFoil stürzen. Deine Hinweise (besonders zur Einstellung der Steuerung) werde ich berücksichtigen und hoffentlich nicht nur Kleinholz machen. Als Steuerung benutze ich den HOTAS Warthog von Thrustmaster und die Saitek Pedale Typ Cessna.

Ein erstes Versuchen letzte Woche mit der DF 407 führte zu ziellosem Rumeiern, jedoch ohne Bruch. Landen ging zwar "irgendwie", aber der Ort war immer anders als geplant. Was mir sofort auffiel und mich wunderte war, daß wenn ich beim Starten ganz langsam den Collective ziehe und der Bursche leicht abhebt, dann bewegt er sich sofort in irgend eine Richtung davon, obwohl der Cyclic in Mitte steht. Sollte er dann nicht wenigstens am Anfang halbwegs ruhig unter dem Rotor hängen? Vielleicht bessert es sich ja schon mit Deinen Einstellungs-Tips.

VG
Holger

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Danke Heiz, ich fang grad mit X-Plane an und werde mich am WE in den R22 von DreamFoil stürzen. Deine Hinweise (besonders zur Einstellung der Steuerung) werde ich berücksichtigen und hoffentlich nicht nur Kleinholz machen. Als Steuerung benutze ich den HOTAS Warthog von Thrustmaster und die Saitek Pedale Typ Cessna.

Ein erstes Versuchen letzte Woche mit der DF 407 führte zu ziellosem Rumeiern, jedoch ohne Bruch. Landen ging zwar "irgendwie", aber der Ort war immer anders als geplant. Was mir sofort auffiel und mich wunderte war, daß wenn ich beim Starten ganz langsam den Collective ziehe und der Bursche leicht abhebt, dann bewegt er sich sofort in irgend eine Richtung davon, obwohl der Cyclic in Mitte steht. Sollte er dann nicht wenigstens am Anfang halbwegs ruhig unter dem Rotor hängen? Vielleicht bessert es sich ja schon mit Deinen Einstellungs-Tips.

VG

Holger

Hallo Holger,

ein Heli ist leider von natur aus instabil. Er erzeugt unter sich ein "Luftkissen" auf dem er schwebt. Dieses "Kissen" hat aber eher die Form einer oben abgerundeten Halbkugel. Der Heli möchte nun immer von dieser Kugel herunterrutschen. Daher ist es völlig normal, dass du im Schwebeflug ständig mit dem Steuer Korrekturbewegungen machen musst. Hier kannst du mal einem Profi auf die Hände schauen: zu beachten ist, im Schwebeflug muss er am meisten Arbeiten, im Geradeausflug, bewegt sich der Heli in ruhige Luft und verhält sich eher wie ein Flächenflugzeug, da er nicht mehr über seinem "Kissen" schwebt und ist daher deutlich stabiler.

Zusätzlich musst du beachten, dass der Heckrotor zwar das Dremoment ausgleicht, dabei aber leider den Heli seitwärts schiebt. Um den Heli neutral zu halten, müsste hinten und vorne ein Rotor angebracht sein, die beide gegen das Drehmoment arbeiten (einer schiebt dann nach links und einer nach rechts).

Dadurch, dass der Rotor aber nur am Heck angebracht ist, wird der Heli so seitwärts geschoben, dass du im Schwebeflug immer leicht zur Seite geneigt bleibst.

Um nicht seitwärts zu rutschen bevor du überhaupt losfliegst, musst du also (bei wirklich waagerechtem Boden) erst mit einer Kufe abheben.

Hier kannst du wunderbar sehen, wie erst die hintere Kufe 10 cm angehoben wird, bevor der Heli wirklich abhebt. So fliegt der Heli dann auf der Stelle, hängt dabei aber genau von hinten betrachtet leicht schief:

https://youtu.be/fnlwB1yitfE?t=44s

Auch hier kannst du sehen, wie erst die Nase angehoben wird (um nicht zu vorwärts zu rutschen) und dann beim Abheben sofort die fordere Kufe deutlich mehr als die hintere angehoben wird, um nicht seitwärts zu fliegen.

Zusätzlich muss dabei jeder Pilot mit dem Steuer "Rudern" um die Tendenz des ausbrechenden Hubschraubers zu unterbinden...

https://youtu.be/1-0FNwECljg?t=3m30s

Tja... ein tolles aber nicht ganz einfaches Fluggerät.

Philip

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Was ist eigentlich aus der Mi-2 von Red Eyes geworden? Gabs da nicht mal was? Alle Spuren verlaufen im Sande. Weiß jemand die Historie?

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Im Sande verlaufen sie nicht, sondern nach Russland:

http://www.avsimrus.com/f/x-plane-originalnie-samoleti-95/mil-mi-2-red-eyes-for-x-plane-51860.html

oder auf org.com:

http://forums.x-plane.org/index.php?app=downloads&showfile=20726&st=0

War unter X-Plane 9 als Payware auf dem Markt, ist aber schon seit längerem Freeware. Habe sie zwar schon länger nicht mehr geflogen, glaube aber dass sie im XP10 einwandfrei läuft.

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Hi, Heli-Fans,

vielleicht ist dem einen oder anderen meine Erfahrung hilfreich:

ich hatte den Ehrgeiz, bei meinen Übungen auf dem R22 und später dem AS350 ohne Stabilisierungshilfen auszukommen, d.h. stability-augmentations alle auf 0% und ohne Arcade, wobei ich trotz eifrigem Übens bei den Versuchen einer wirklich punktgenauen Landung genau in der Mitte eines Heil-Pads an meine Grenze stieß. Jetzt bleibe ich bei den 0%, fliege aber mit Arcade und mache gute Fortschritte. Wenn ich dann Landungen auf der Ölplattform problemlos hinbekomme, werde ich wieder versuchen, ohne Arcade auszukommen.

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Ja, so eine Stick-Verlängerung ist erstmal eine völlig neue Erfahrung. Das Problem an der Sache ist, dass dadurch allerdings die Steuerwege unrealistisch lang werden. Denn die Steuerwinkel im Gerät selbst ändern sich ja nicht.

Blacky75 hat dazu mal eine Video gemacht, in welchem diese Problematik erklärt wird: https://www.youtube.com/watch?v=tJ7wbjF7-YM

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Nachtrag zur Info:

Der Hersteller eines Helikoptersteuerungssystems für X-Plane hat mal nachgemessen, wie die Steuerwege in einem echten Heli sind. Das ist weniger als man so glaubt. ;)

"he exact measurement on unmodified Eurocopter AS350 Cyclic range is 8cm from the middle centered position, measured on top of cyclic position. or 80mm, or 160mm total."

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Hallo Rüdiger, 

Erstmal danke für die Info. Ich habe ja mittlerweile meine eigene Erfahrung gemacht. Also das mit dem langen Hebel ist absolut richtig. Hab ja auch schon selbst rumgebastelt und mir in Form eines echten Helisticks ,  also in meinem Fall die Bk 117 den Stick nachgebaut.  Dann die Ernüchterung  :) eben mit dieser Erfahrung  des rumrührens im Raum :)

Wie man auf meinem Bild oben sieht hab ich mir den Stick erstmal weiter hoch geholt und sozusagen den Steuerblock auf eine angenehme Arbeitshöhe geschraubt. Dann darauf die besagte 15cm Verlängerung dazwischen gesteckt, um eben diesen extrem langen Weg zu verhindern. Einstellung  auf voller Realität. Nach kurzer Umgewöhnung komme ich aber zu einem völlig anderen Ergebnis.  Der Heli lässt sich nun sehr präzise steuern auch ohne langem rumrührens. ..  die Steuerwege liegen bei mir sehr nahe an der Realität,  der BK. Zum Glück hab ich die Möglichkeit durch Kontakte ab und an mal am Hanga des Christoph 1 zu sein ;) .  

Aber dennoch sieht die Realität halt einfach anders aus. Zumal ja das entscheidende Arschgefühl fehlt und man permanent dadurch zu spät reagiert und dementsprechend nachhinkt.  In der Realität ist es wirklich einfacher. Aber dennoch ist die Simulation ein riesen Spaß.

Vielen Dank euch fürs Interesse... und weiter schönes Erfahrungen sammeln... ;)

Lg Andi

 

 

 

 

 

 

 

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Hi Andy,

zwei Fragen noch zur Stickverlängerung, was hat Dich das Teil incl. Versand gekostet und auf der Herstellerseite sehe ich ein rotes Teil mit der Beschriftung "Offset holes -20 0 +20" - was hat es damit auf sich?

LG Ralf

P.S. habe bisher nur äußerst positives über diese Stickverlängerung gerade im Bereich Heli gelesen, werde mich wahrscheinlich für die 12,5 cm Lösung entscheiden.

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Hi Ralf,

also das rote auf dem Bild ist bei meinem nicht. Das ist dafür gedacht den Stick in eine ergonomische Stellung zu bringen um die Hand entspannt zu halten. Dh. Der Stick ist leicht um die Achse gedreht. Die Verlängerung ist leider ziemlich teuer... Hätte diese auch selbst bauen können, aber die liebe Zeitnot ;)

Der Preis incl. Fracht  liegt bei 90€.  Unbedingt darauf achten es per Airmail liefern zu lassen sonst dauert es statt 2 Wochen schonmal bis zu 7 Wochen ;)

Meine Erstbestellung kam leider nie an... Dann schickten sie mir einen Ersatz per Luftpost. .. allerdings sind auch noch 11€ Zoll fällig .... 

Lg Andi

 

 

 

 

 

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Hallo Andi.

Selbstverständlich interessiert es uns/mich, wie andere Heliflieger ihr Cockpit/"Arbeitsplatz" gestalten. Nur so entsteht wieder kreatives Nachdenken und Ideen für was Neues.

Gruß Dieter

 

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Moin Andi.

Ja, ist schon ein anderes Fliegen mit so einer Pitchhebelverlängerung. Aber warum hast Du Dir die Funktionen des "Griffes" genommen. Kürze deine Hebellänge wieder etwas und schraube den Griff mit Kabelverlängerungen wieder vorne dran. Die dortigen Funktionen wirst Du ansonsten noch vermissen.

Gruß Dieter

 

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Moin Dieter, ja das hab ich auch vor. Ist noch Baustelle,  weißt ja die liebe Zeit. Mitlerer weile. Ich hab ja schon so Spaß an meinem neuen Hobby daß ich am liebsten Arbeitszeit reduzieren würde, brauche dazu nur noch einen Sponsor ;)

Grüße Andi

 

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