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Pfälzer

Dunkles Cockpit

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Hallo,

bei allen Aircraft-Produktvideos sind in den Cockpits schöne helle Armaturenbretter mit ein wenig Schattenwurf zu sehen. Bei mir ist fast bei allen Flieger der Innenraum und die Anzeigen dunkel und nur durch die zuschaltbare Cockpitbeleuchtung aufzuhellen.

Selbst bei strahlendem Sonneschein ist es innen drin sehr dunkel.

Hat jemand dazu eine Erkärung? Und wie kann man es verbessern/abstellen?

Danke für Eure Hilfe.

 

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HDR auf High stellen vielleicht hilt es.

HDR ermöglicht die zusätzliche Darstellung bestimmter Effekte und wird über den Schieber "Visuelle Effekte" eingestellt.

Dazu muss der Schieberegler weit genug nach rechts verstellt werden. 

 

 

hdr.JPG.0f35ca1dd062bcc1268b3a0c358db2b1.JPG

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Hallo Pfälzer,

dazu brauchen wir mehr Infos :

1.Um welche Flieger sich handelt, Standard X Plane oder Pay Ware Flieger ?

2. Um welche X Plane 11 Version sich handelt ?

3. Poste deine Grafik Einstellungen.

4.Log.txt

 

Gruß Martin.

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Du hast HDR akitiviert? Und handelt es sich um Payware Flugzeuge?

Die Ursache besteht aus zwei Gründen;

Aus Performance-Gründen berücksichtigt X-Plane nur Reflektionen erster Ordnung. Das heißt X-Plane berechnet zwar wie von außen einfallendes Sonnenlicht von einem Gegenstand reflektiert wird und dann ins Auge fällt, aber ignoriert die Lichtstrahlen die zum Beispiel auf das Hemd des Piloten treffen dort wieder reflektiert werden und die Instrumente indirekt beleuchten.

Das zweite ist der enorme Helligkeitsunterschied zwischen der Welt außerhalb des Cockpits und der Helligkeit im Cockpit. Im Normalfall paßt sich unser Auge automatisch den hellsten Objekten an, doch unser Gehirn ist recht geschickt dabei sich um die Beschränkungen der Augen etwas herum zu tricksen. Es ist sauber kaum zu simulieren.

Daher besteht der langfristige Plan für das Cockpit langfristig eine separate Rendering Engine einzusetzen.

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Ein Bild wäre vielleicht hilfreich....

Verwendest Du ReShade?

Gruß Marc

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Vielen Dank für eure detailierten Antworten.

Ich verwende z.Zt. die Version X-Plane11.32r1. Das Problem hatte ich aber bereits in den vorherigen Versionen auch. Es betrifft auch Payware Flieger, wie z.B. Just Flight C152.

Sicherlich habt ihr das Problem aus der Richtung ReShade, BLU-fx  u.ä. PlugIns richtig erkannt. Aber es sind doch gerade diese PlugIns die X-Plane optische aus der "grauen Verschwommenheit" herausheben.

Auch hat KarstenS sicherlich Recht, aber ein schöner wolkenfreier Sonnentag darf nicht dazu führen, dass im Kontrast dazu innen alles dunkel ist.

Ich habe Screenshots mit den jeweiligen Einstellungen beigefügt: DC20.jpg mit allen zusätzlichen graphischen Einstellungen, DC30.jpg unterscheidet sich nur durch die Art der Wettereinstellung BROKEN.

Bei C152 Sonnentag ohne und mit Innenraumbeleuchtung.

Bin gespannt auf eure Antworten.

Happy Flight

 

 

 

 

dc20.JPG

dc30.jpg

jf01.JPG

jf02.JPG

Log.txt

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vor 5 Stunden , Pfälzer sagte:

 aber ein schöner wolkenfreier Sonnentag darf nicht dazu führen, dass im Kontrast dazu innen alles dunkel ist.

 

 

 

Tut es aber.

Das "Problem" ist, dass Laminar versucht, die Effekte möglicht genau nach den physikalischen Grundlagen zu gestalten,

bei den Kontrasten haut das leider nicht so hin, hier wäre etwas mogeln besser.

Ich habe erst vor kurzem irgendwo gelesen, dass das "Problem" bei Laminar bekannt ist und man sich zumindest Gedanken darüber macht, was man gegen die zu hohen Kontraste tun kann.

 

Die Ursache ist der hohe Dynamikumfang der tatsächlichen Lichtverhältnisse.

Das Auge kann damit umgehen, allerdings mogelt das Auge dabei ein wenig.

Bei hellem Licht verkleinert sich die Pupille, im Dunkeln geht sie weit auf, damit erweitert sich der Dynamikumfang drastisch.

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=auge+adaption

 

Der Bildschirm kann das nicht. Dieser hat gerade einmal 256 verschiedene Helligkeitsstufen (8 Bit).

Wenn alles in etwa gleich hell/dunkel ist, lässt sich der geringe Helligkeitsunterschied sehr gut auf die 256 Stufen aufteilen.

Wenn aber draussen die Sonne auf eine weiße Fassade schein, und im Schatten liegende dunkle Flächen des Cockpit ebenfalls vorhanden sind, sind die 256 Stufen sehr grob, und alles Dunkle wird auf wenige Graustufen am  dunklen Ende der Scala zusammengepfercht.

 

Und hier hilft es leider auch nicht viel, wenn sich unsere Pupillen weiter öffnen würden, denn was nicht als differenzierbarer Helligkeitsunterschied auf dem Bildschirm existiert, lässt sich einfach nicht sehen.

 

 

 

Deshalb ist die Darstellung der Graustufen in X-Plane streng genommen richtig, aber empfindugsmäßig falsch.

Vorerst hält sich X-Plane aber an die Physik.

 

Ich habe mir ein wenig Abhilfe geschaffen, indem ich meinen Monitor bei Verwendung von X-Plane deutlich heller einstelle.

 

Gruß

Othello

 

 

EDIT

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es vor einiger Zeit einen Bugfix gab, welcher die Reklamationen des zu hellen Cockpits berücksichtigte 🙂

 

https://developer.x-plane.com/2017/04/x-plane-11-01b1-fixing-cockpit-light-levels/

 

 

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vor 6 Stunden , Pfälzer sagte:

Auch hat KarstenS sicherlich Recht, aber ein schöner wolkenfreier Sonnentag darf nicht dazu führen, dass im Kontrast dazu innen alles dunkel ist.

 

Nur ist dies die Wahrheit. Setze dich an einem Sommertag in das Cockpit eines Flugzeugs oder eines Autos und schieße mit einer Kamera ein Foto das gleichzeitig die Umgebung und die Instrumente zeigt. Du hast die Wahl ob die Umgebung hoffnungslos überbelichtet ist oder die Instrumente vollkommen unterbelichtet sind. In Wirklichkeit hat Ben da schon gemogelt und es gibt noch ein paar Kniffe mit denen Autoren nachhelfen können.Doch das grundsätzliche Problem bleibt. An einem Sommertag hat die Umgebung etwa 100.000 Lux während im Cockpit 10.000 Lux sind. das kann unser Auge nicht gleichzeitig auflösen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beleuchtungsstärke#Beispiele

Das wir das trotzdem können basiert darauf das unser Gehirn automatisch alle Schwächen unseres Auges nutzt um trotzdem sehen zu können:

WIr sehen in Wirklichkeit nur einen sehr kleinen Bereich von etwa 10° halbwegs scharf. Unser inneres Bild an dem wir uns also orientieren können wir überhaupt nicht sehen. Es ist ein Sammelsurium von gespeicherten Eindrücken und Erinnerungen verrechnet mit Messwerten. Wenn wir ein Instrument ablesen wollen sucht unsere Auge automatisch diesen Bereich auf und wir orientieren den Kopf und die Lider um im Bedarfsfall andere Bereiche des Bildes abzuschirmen und unsere Iris öffnet sich soweit wie möglich ohne andere Teile des Auges zu gefährden. Dabei fängt schon während der Analyse eine Auswertung statt. Wir nutzen Erfahrungswerte um die entsprechenden Filter zu justieren um die gewünschten Informationen möglichst schnell zu erhalten und das Auge andere Bereiche ansteuern kann.

Wenn wir solche Aufnahmen in der Werbung sehen sind es im allgemeinen verschiedene Aufnahmen die per Photoshop miteinander verrechnet wurden. Unser Gehirn macht in Wirklichkeit das gleiche wobei es in vielen Bereichen auf die echte Darstellung der Objekte verzichtet sondern in vielen Bereichen auf Erinnerungen aufbaut und damit das ganze idealisiert. Unvermeidliche Messfehler sollen schließlich nicht die Auswertung verlangsamen. Es war besser das wir eine Gefahr einen kurzen Moment früher erkennen und darauf reagieren und eventuell nicht gefressen zu werden.

 

Und dann kommt ein weiteres Problem bei dir hinzu. Intern rechnet zwar das System mit Fließkommazahlen doch da kommen die ganzen Bildverbesserer nicht dran. Sie bekommen die Bilddaten die bereits runter gerechnet wurden auf 3 Farben mit je acht Bit, die nur noch Werte von 0 - 255 annehmen können. Für die wirklichen Helligkeitsunterschiede ist dies viel zu wenig, wenn das Bild sowieso schon darauf ausgerechnet wurde das der Wertebereich gut genutzt wird. Damit hat jede Operation das Risiko das sie weitere Details vernichten indem Unterschiede geclippt werden. In Fachkreisen nennt man solche Dinge Verschlimmbesserer da sie zusammen gerne Bildinformationen zerstören, statt sie zu verbessern! Ich würde sie erst einmal weitestgehend deaktivieren damit du einen Eindruck bekommst wie das Bild unverfälscht aussieht und dann sehr langsam und vorsichtig einzelne Effekte zuschaltest und dabei solltest du darauf achten was sie dabei zerstören. Sie haben keine eingebauten Erwartungswerte und schießen dabei sehr gerne über das Ziel hinaus.. 

 

Eine echte Verbesserung wirst du erst dann bekommen, wenn Laminar seinen Plan irgendwann mal umsetzt und wirklich im Cockpit eine andere Rendering Engine nutzt und die Umgebung nur noch hinein projiziert. Damit bekommt man dann eine idealisierte Fassung die dem näher kommt was unser Gehirn sich zusammen lügt.

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Vielen Dank euch beiden für eure sehr detailierten Antworten. Sie sind blausibel und auch logisch nachvollziehbar. Einfach Klasse!

Was auch mal wieder dadurch beweist, dass X-Plane11 DER realistischte Flugsimulator ist!

Trotzdem wäre es schön, wenn man bei Laminar das Thema aufnimmt und Korrekturen vornimmt, vorausgesetzt ein von der Anzahl nennenswerter Wunsch danach ist bei den Nutzern zu finden und man will es überhaupt ändern.

Aber es hat mich schon etwas gewundert, dass ich in keiner Community über dieses Thema etwas gelesen habe.

Vielleicht hat es auch keinen so richtig gestört, bzw. alle wussten von den og. Erklärungen dazu.

Happy Flight in abgedunkelten Cockpits 😉

 

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Curves bei ReShade verdunkeln das Panel extrem. Und geht zusätzlich auf die FPS. Sieht imo auch nicht sonderlich realstisch aus. Ich verwende eine Kombination aus HDR und Tonemapping. Je nach Tageszeit und Wetterlage auch nur eines davon. Das verdunkelt nicht so extrem das Panel.

Gruß Marc

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vor 2 Stunden , Pfälzer sagte:

Aber es hat mich schon etwas gewundert, dass ich in keiner Community über dieses Thema etwas gelesen habe.

Vielleicht hat es auch keinen so richtig gestört, bzw. alle wussten von den og. Erklärungen dazu.

 

 

Es ist einfach ein "altes" Problem, welches schon häufig diskutiert wurde.

Mich persönlich stört es auch, weil ich verstehe unter Simulation eine Simulation, nicht die Realität selbst.

So wie bei großen Simulatoren Kräfte über hydraulische Systeme simuliert werden, sollte man im Cockpit die Adaption der Augen durch was-weiß-ich simulieren.

Die Effekte müssen nicht real sein, sie müssen als real empfunden werden.

 

Aber es gibt Hoffnung, wie auch Carsten in seinem Posting zu verstehen gab.

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Vielen Dank an Malthek.

Dein Tip mit den Curves bei ReShade hat geholfen. Mit einem Shortkey lässt sich auch der Effekt, z.B.: wenn man im Cockpit sitzt, ein- und wieder ausschalten.

Beim Deaktivieren von Curves erhellt sich die Ansicht signifikant. Super!

Happy Flight

 

 

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Genauso mache ich es auch. Alle Effekte auf Shortkeys, um sie situativ aktivieren oder deaktivieren zu können. Ebenso das Deaktivieren von ReShade an sich, je nach Lichtverhältnisse (Wetter, Tageszeit).

Neben HDR (dabei fressen die Lichter in den Wolken leider ziemlich aus und man hat kaum noch Zeichnung) oder (und) Tonemapping habe ich immer Clarity (höchste Stufe) aktiviert. Das sorgt für ein mehr an Klarheit und ein wenig mehr Kontrast. Ein guter Effekt sowohl fürs Panel als auch für die Szenerie (klaut 1-2 FPS).

Wenn im DataRefEditor die Wolkenschatten unter clouds/shad_alpha_dry=0.30000 auf 2 gestellt werden (ebenso clouds/shad_alpha_wet=0.30000), erhält die Landschaft wesentlich mehr Dynamik. Und der imo übertriebene Dunst in X-Plane lässt sich unter fog/fog_be_gone=1.0 verändern. Etwa auf 0,5. Das reduziert die Weissanteile und sorgt für mehr Klarheit. Der DataRefEditor hat in diesen Einstellungen bei mir auch keine Auswirkung auf die FPS.

Die o.g. Einstellungsmöglichkeiten sind natürlich immer in Abhängigkeit voneinander zu sehen. Man muss für sich die richtige Balance herausfinden. Ist ja auch Geschmacksache... Ein fast dunstfreier Sommertag könnte dann z.B.Rheine2.jpg.66191edbc3ac2ad16da12bada10c59b5.thumb.jpg.8c3bfa315e1b9a3f5e65f12017b04aff.jpg so aussehen:

 

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Das sieht doch sehr gut. Hatte bisher von dem DataRefEditor noch nie gehört und ihn deshalb jetzt gleich mal runtergeladen und in Ressources/PlugIns geschubst.

Werde jetzt damit rumprobieren. Welche Datei/en sollte ich vorher vorsichtshalber sichern, damit ich mir die X-Plane-Graphik nicht zerschieße?

Happy Flight

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Das lästige am DataRefEditor ist, dass sich die Einstellungen nach Beenden von X-Plane wieder zurücksetzen. Insofern muss nach meiner Erfahrung nichts beachtet werden (ohne Gewähr). Ich hatte nie Probleme. 

Plugins -> DataRefEditor -> show art controls

Veränderungen der Werte sind sofort sichtbar.

Die Veränderungen dann unten rechts mit ok bestätigen.

Unter shadows gibts es auch einen Werte, um die flackernden Sägezahnschattenränder im Cockpit zu beseitigen.

 

Gibt einige Tutorials auf youtube darüber.

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Danke für die Info.

Wenn sich die Einstellungen jedesmal nach Beenden bzw. Neustart wieder auf X-Plane-Werte zurückstellen, muss man sich wirklich fragen, ob die immer wiederkehrenden Veränderungen für jedes mal fliegen Sinn machen.

Schade, trotzdem werde ich dann mal "rumprobieren"

Schaue mir mal die die Tutorials auf Youtube an.

Happe Flight an alle!

 

 

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Sollte es sich um private Datarefs handeln, halte ich mich raus 🙂

 

Aber warum setzt ihr nicht FlyWithLua ein?

 

Für das Setzen der Anfangsbedingungen meiner B200 sieht das so aus:

 

    set ("com/dkmp/PassengerDoorHandle", 1)          -- Passenger door 0=open, 1=close)
    set ("com/dkmp/Menu1", 0)                                   --    display icon for menu 0=no, 1=yes
    set ("com/dkmp/Menu3", 0)    
   ...

 

Namen der Datarefs und entzsprechende Werte ändern und das Problem ist gelöst.

 

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