Othello

S'Ländle muss warten Teil 3

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Link zum Teil 1

Link zum Teil 2

 

In der letzten Zeit habe ich mich mehr mit dem Testen der vielen Betaversionen der Version 11.30 beschäftigt, und damit meine große Reise etwas vernachlässigt.
Nach beinahe jeder Betaversion musste die B200 etwas angepasst werden, besonders oft waren das Leistungs und Trimmwerte.
Ziel des Tunings ist immer, die erflogenen Werte an diejenigen des POH anzupassen.

 

Aber jetzt, mit der fertigen Release 11.30, geht es wieder weiter.

 

Heute war der Hüpfer von den Philippinen nach Taiwan angesagt.
Damit sieht der weitere Plan wie folgt aus:

 

Taiwan,
China,
Japan,
Russland,
Alaska,
Grönland,
Stuttgart.

 

Ich bin gespannt, welche "Umwege" noch dazu kommen 🙂


Gestartet bin ich um die Mittagszeit in RPUY, das Ziel war RCDC in Taiwan.

Die dünne, tiefliegende Wolkendecke war schnell durchflogen, danach wurde die Nase auf das LAO VOR im Nordosten von Luzon, der größten Insel der Philippinen, ausgerichtet.

 

i-9cgCbWT.jpg

 

 

 

i-zLG8h4g.jpg

 

 

 

i-fTm3KQb.jpg

 

 

 

 

Über der Stadt Laoag, gut zu sehen der "Padsan River".

 

i-BMNL7LM.jpg

 

 

 


Von hier aus verlief der Flug ziemlich genau an der Grenze der "Philippinen See" und dem  "Südchinesischem Meer" noch Norden, in Richtung Taiwan.


Der Anflug auf Pingtung (RCDC) war etwas problematisch.
Die Sichtverhälnisse waren miserabel, die letzen 20 NM erfolgten mitten in der Suppe, dass dann das DME des Senders am Platz nicht funktionierte, hat die Sache nicht erleichtert.

Nach dem Sinkem auf 1500ft über Grund war zumindest die Landebahnbefeuerung zu sehen.


Die Landung verlief ohne weitere Probleme, die Flugdauer betrug 1,8 Stunden.

Der Platz wirkt ziemlich verlassen. Es kann ja sein, dass das trübe Wetter mit Schuld an meinem Unbehagen war.

 

i-7xKP259.jpg

 

 


Aber das war nicht alles!
Wie eine spätere Recherche ergab, wurde mein Zielflugplatz früher militärisch genutzt, eine zeitlang auch als Zivilflugplatz, jedoch ist er schon länger dauerhaft geschlossen.
Wenn das mal keinen Ärger gibt.

 

Bis demnächst.

Gruß aus trüben Pingtung
Othello

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Pingtung#/media/File:屏東航空站.JPG

 

 

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Hallo Othello,

 

sehr schöne Bilder! Und vor allem eine sehr interessante Tour die Du da fliegst.

 

 

Gruß

Reiner

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Danke.

 

Was mich selbst bei diesem Flug besonders gefreut hat, ist, wie gut mein Dunst-Script funktioniert 🙂

 

X-Plane ist dafür bekannt, dass die Sichten meist sehr trübe sind.

Besonders daneben fand ich das in der Mitte von Australien (siehe Teil 1). Mitten in der Wüste extrem viel Dunst, das hat mich dann zu meinem Script bewogen.

 

Es ist sicher nicht schwer, per Script den Dunst zu beseitigen. Jedoch ist die schlechte Sicht nicht immer falsch.

Deshalb habe ich die Sichtverbesserung als Funktion des Spread programmiert.

Spread ist die Differenz von Temperatur und Taupunkt. Fallen die zwei Temperaturen zusammen, bildet sich Nebel.

 

Beim letzten Bild oben betrug die Temperatur 15°C, der Taupunkt 14°C , unter diesen Bedingungen ist der intensive Dunst gerechtfertigt.

 

Gruß

Othello

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Es ist wirklich schön zu sehen, was mit X-Plane alles möglich ist.

 

 

vor 25 Minuten, Othello sagte:

Temperatur 15°C, der Taupunkt 14°C , unter diesen Bedingungen ist der intensive Dunst gerechtfertigt.

 

Zum einen gerechtfertigt, und zum anderen sieht es sehr realistisch aus.

 

Leider fehlt mir das nötige Wissen um solche Scripte zu erstellen.

 

Gruß

Reiner

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Wenn du FlyWithLua installiert hast, dann bitte (siehe Attachment)

 

das Script ist automatisch nur dann aktiv, wenn reales Wetter verwendet wird.

Es bietet aber eine Funktion "GKWI/weather/toggle_fog_tuning", welche auf eine Taste gelegt werden kann, mit welcher man das Script aktivieren/deaktivieren kann,

so lässt sich der Unterschied sichtbar machen.

 

Das Script einfach in den Script Ordner kopieren.

 

Gruß

Othello

 

 

fog_coeff.lua

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Ich brüte gerade über den Flugplan nach Hongkong,

Ich werde dort im Anflug wohl nicht der Einzige sein 🙂

 

holdings.thumb.JPG.a55e3f13014bd1bbd7b480017d0b134a.JPG

 

 

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Hallo Othello,

 

vielen Dank für das Script. Ich werde es morgen sofort testen.

 

Ich befürchte auch, dass der Himmel über nicht Hong Kong nicht leer sein wird ;)

 

 

Gruß

Reiner

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Heute war ein schöner Tag.


Allerdings hatte ich mir das Wetter, insbesondere die Sichten, besser vorgestellt, aber gerade die Bewölkung hat dann den besonderen Reiz des Fluges ausgemacht.

 

Gegen Mittag bin ich aufgebrochen, um mir einen Überblick über Taiwan zu verschaffen.
Als erste Etappe wollte ich auf die Pescadores Islands, nur wenige Meilen in Richtung Nordost.

Die Flugvorbereitung dauerte trotzdem ihre Zeit, denn ich habe mir vorgenommen, endlich mit der Programmierung des Garmin G430 in's Reine zu kommen.
Zum Glück ging der Flug über das Meer, dort waren meine Figuren, die ich mit dem Flieger in die Luft malte, nicht so tragisch.  🙂

 


Ready for Takeoff


i-Z2799Tf.jpg

 

 


Rechtskurve nach dem Start, in Richtung Küste. Wie man sieht, es es immer noch extrem dunstig.

 

i-56VpCMM.jpg

 

 


Bei der guten Steigleisting der B200 dauerte es nicht lange, und ich kam auf der Sonnenseite der Wolken an.


i-gN4nDv3.jpg

 

 

 

Dort konnte ich nicht lange bleiben, denn um die Insel und den Flugplatz zu sehen, musste ich wieder ein Stockwerk tiefer.
Reizvoll war der Flug über die glitzernde Wasserfläche allemal.


i-gX3Zxqs.jpg

 

 


Leider war durch die Bewölkung keine Sicht aus entsprechender Höhe möglich.
Deshalb habe ich mir von der Wikipediaseite ein Bild geliehen:


https://de.wikipedia.org/wiki/Penghu-Inseln#/media/File:Penghu_201506.jpg

 

 


Querab das Etappenziel, der Flughafen Magong (RCQC)


i-dr9LJ67.jpg

 

 


Zu Fuß auf der Insel, und am Flugplatz wartet mein Flieger, das waren keine guten Bedingungen für einen längeren Aufenthalt.
Deshalb habe ich für den Weiterflug nicht den direkten Weg nach Taiwan Taoyuan (RCTP) geplant, sondern mich reizte der Umweg über die taiwanische Bergwelt, welche sich in der östlichen Hälfte Taiwans von Norden nach Süden erstreckt.
Der höchste Berg, der Yushan, ist immerhin knapp 4000m hoch und somit der höchste Berg in Taiwan, sogar in ganz Ostasien!

Also, aufwärts geht's.


Die Bewölkung wurde leider dichter, schau'n mer mal, wie's drüber aussieht.

i-MQq749G.jpg

 

 


Na ja, die Sonnenseite wurde zwar noch nicht erreicht, aber die Sicht nach vorn ist schon deutlich besser.

 

i-fKCtPpL.jpg

 

 


In FL140 war dann der Himmel wieder blau.
Am Ostende der Insel angekommen, flog ich über das Gebirge nach Norden.

 

i-pcqRHPV.jpg

 

 


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In der Gegend von Taipeh angekommen nannte ich das GPS so einge Namen, rastete die richtigen Freqeunzen des VOR und des ILS, von da an war der restliche Anflug ein Kinderspiel.

Im Final gab es eine bermerkbare Seitenwindkomponente, wie gut, dass ich das Crabbing erst vor kurzem wieder verstärkt geübt habe.


i-z7PrGqJ.jpg

 

 

 

Nach der Landung durfte ich auf Anfrage einen Besuch im Tower machen.
Von dort aus war der Parkplatz der KingAir einzusehen.

 

Ja, dachte ich bei mir, das ist schon eine ganz tolle, kleine, große Flugmaschine.


i-SZDTCBf.jpg

 

 


Gruß
Othello

 

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Von Taipeh nach Hongkong

 

Ich habe es wieder vermasselt!

Aber der Reihe nach.


Die Flugplanung von Taipeh nach Hongkong war etwas anspruchsvoller als üblich.
Das Hauptproblem allerdings hatte mit der Tatsache zu tun, dass es sich um einen simulierten Flug auf dem PC handelt.
Es galt, die unterschiedlichen Nav-Daten und Formate der Flugpläne von

 

- SimBrief Daten und Flugplan
- X-Plane / Garmin 430 Daten und Flugplan
- 124thATC Flugplan

 

unter einen Hut zu bringen.

 

 

Während des Fluges gab es folgende Schwierigkeiten:

 

- 124thATC erkennt, das man die Route mittels des Flugplanes im Garmin per Autopilot abfliegt und gibt deshalb keine Kursanweisungen.
   Schön und gut, das wusste ich, aber dass keine Aufforderung zum Verlassen der Reiseflughöhe kam, damit habe ich nicht gerechnet.
   Ich durfte jede Änderung der Flughöhe beantragen, aber so hat es funktioniert.

- Im Garmin hatte ich den ILS Approach 07L programmiert, 124thATC wollte mich mit einer längeren Anlaufstrecke einen visuellen Approach fliegen lassen.
   Daraufhin habe ich den Flugplan in 124thATC aufgehoben, trotzdem bekam ich immer wieder Anweisungen.
   Kurzerhand wurde der AP abgeschaltet und ich flog das letzte Stück (ILS) normal von Hand.


Faztit: Da bleibt für mich noch genügend zum Aufarbeiten.

 

 

 

Und jetzt zum Flug selbst.

 

Als Abflugszeit hatte ich 15:30 lokale Zeit gewählt, da ich im Dunkeln in Hongkong ankommen wollte.
Da ich für Hongkong keine spezielle Scenery installiert habe, war ich gespannt, wie sich die Megacity präsentiert.


In Taipeh war das Wetter immer noch deprimierend trübe.

 

i-kjLJ2t4.jpg

 

 

 

 

 

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In FL260 war, wenig überraschend, die Sicht hervorragend.
Die Flugroute verlief das erste Stück immer knapp an der Westküste von Taiwan entlang von Norden nach Süden.
Über die Wolken hinweg war der mächtige Gebirgszug zu erkennen.

 

i-8fcdRwW.jpg

 

 

 

 

 

Ein kleines Detail der Kingair, welches mich immer an einen meiner alten Windows PCs erinnert, der hatte auf dem Gehäuse einen gleichlautenden Aufkleber.

 

i-RxTmH94.jpg

 

 

 

 

 

Wenn ich schon dabei bin, so sehen seltene Fluggäste den Flieger.

 

i-JztNh6C.jpg

 

 

 

 

 

Langsam neigte sich die Sonne dem Horizont entgegen und das Licht wurde wärmer, bunter, beinahe schon kitschig schön.
Mich erinnert diese Bild an eine Kreidezeichnung.

 

i-FJ2jG2t.jpg

 

 

 

 

 

Die Lichteffekte von X-Plane sind wirklich erstklassig!

 

i-WPgfvSt.jpg

 

 

 

 

 

Der Flug in FL260 war langweilig und eintönig. Also knippste ich als Zeitvertreib.
Hier ein Bild des Fliegers von vorn.

 

i-6wP688r.jpg

 

 

 

 

 

Mittlerweile wurde es Nacht. Im Sinkflug näherte ich mich der Wolkenuntergrenze.

 

i-Rg4pdWf.jpg

 

 

 

 

 

Und dann kam das Highlight des Fluges: Honkong bei Nacht.
Ich war wirklich erstaunt über die glitzernde Lichterpracht!

 

i-j3gZdnV.jpg

 

 

 

 

 

Der Anflug selbst verlief, bis auf den Händel mit dem AP und 124thATC, interessant aber ohne besondere Vorkommnisse.
Ich nahm die erste Ausfahrt und fand in der Taxilane U einen freien Parkplatz, gut behütet von richtig großen Brummern.

 

i-m8xRgQt.jpg

 

 

 

Die nächsten Tage werde ich mich in der Gegend umsehen und den Anflug auf Hongkong in Zusammenarbeit mit ATC und AP üben.


Gruß
Othello

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Hallo Othello,

schöne Bilder,schöne Reise.

Was denken sich die "Blechbuchsen" wenn sie so kleine Maschine sehen ? 😉

 

Gruß Martin.

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Hallo Othello,

das ist ein wirklich tolles Projekt, das du da durchziehst! Das reizt wirklich zur Nachahmung. Aber leider ist mein (XPlane) Computer immer noch in Reparatur. Deine Reportage mit dem Kommentar und den Bildern liest sich wie eine "reale Reisedokumentation"!

Was mich noch interessieren würde, ist das die default scenery und reale Wetterdarstellung von XPlane11.30? Die nächtlichen Aufnahmen von Hongkong sind wirklich beeindruckend! 

Ich wünsche dir noch viel Spaß bei deiner Reise und immer "happy landings"!

 

Gruß Hermann

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Hallo Hermann,

 

es ist gemischt,

genaueres kannst du hier einsehen:

 

scenery_packs.ini

 

Besonders schön gemacht sind die Susi Air Plätze!  (siehe Teil 2 der Reise)

Aber diese sind mit Airlinern nur für die (eine) Landung geeignet.

 

Hongkong ist die Standard Scenery.

Allerding habe ich bei dem Bild im Bericht stark gezoomt und die Lichter nachträglich mittels Bildbearbeitung heller gemacht.

 

Damit diese "Reise" mehr ist als nur Simulatorfliegen, mache ich mich immer über die Gegend schlau, hilfreich ist auch sich nach der Landung ein Auto zu mieten und sich die Gegend in der Nähe des Flughafens anzuschauen (Google Street View).

 

Man lernt so tatsächlich einiges über Land und Leute.

 

Als Wetter nehme ich immer das reale Wetter (x-Plane Standard, kein Addon), bei der Tageszeit schummle ich ein wenig, sonst müsste ich mir die Nächte um die Ohren schlagen.

Bei der Flugzeit bleibe ich hart 🙂

Die längste Etappe war von Brasilien nach Afrika ...

 

Ebenso lasse ich für alle vorhandenen Systeme Fehler zu, das erhöht ab und zu den Aufmerksamkeitsgrad deutlich!

 

Gruß

Othello

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Hallo Othello

Beeindruckend diese ewig lange Liste deiner scenery_packs.ini. Da ist meine Liste mickrig dagegen. Aber ich hatte bis jetzt auch nur Europa installiert. Wollte erst XPlane kennenlernen und verstehen. Ich bin jetzt ein Jahr dabei und lerne trotzdem noch jeden Tag neues dazu. Und das sauge ich gerne auf. Ich bin nicht der User, der mit laufenden Triebwerken auf der runway steht und mal so in's Blaue fliegt, aber nicht versteht, was um ihn herum passiert. 

Ich sitze wie auf glühenden Kohlen, da ich ohne Computer bin und registrieren muss, dass es so viele Updates gibt und ich kann nur Däumchen drehen! Und mein Neu-Erwerb, vor dem Computer Crash, die King Air 200 steht sich im Hangar die Reifen platt!

 

Gruß Hermann 

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Und meine B200 Scripte fangen das Nörgeln an und wollen endlich aus dem Folder raus 🙂

 

Und die Liste wird durch die Ortho Dateien so lang, es wäre schön, wenn man in der *.ini datei einen Folder nennen könnte und dort alle Files lädt. Die Reifenfolge wäre in diesem Fall egal.

 

Die vielen deaktivierten Zeilen stammen von meinem Programm, mit welchem ich die *.ini Datei zwischen verschiedenen Zuständen hin und herschalten kann (mit/ohne x-Europe/Ortho Dateien etc.)

 

konfig.thumb.JPG.f19c287f62a6b17100946d65a4c365ed.JPG

 

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Kai Tak und Xinfeng See

 

Es wurde wieder Nachmittag bis ich endlich im Flieger saß.

Das Wetter an diesem Tag war deutlich besser als am Vortag , insbesonders die Sichten,
deshalb fasste ich den Entschlus, u.a. den Xinfeng See anzufliegen.

 

Die meiste Zeit des Vormittages verbrachte ich bei diversen Behörden, bis es mir endlich gelang, die Genehmigung für einen tiefen Überflug über das Gelände des alten Flughafens zu erhalten. 🙂

 

Der alte Hongkonger Flughafen bot einen der spektakulärsten Anflüge überhaupt.
Wer es nicht kennt, sollte sich kundig machen!

Der Flughafen wurde 1998 geschlossen und ich war gespannt, wie das Gelände heute aussieht.


Für Interessierte habe ich ein Bild mitgebracht:

 

i-2565xPx.jpg

 

 

 

 

 

Nach dieser Stippvisite flog ich weiter in's Landesinnere, Richtung Norden, dem See Xinfeng entgegen.

Wie das in der Fliegerei nunmal so ist, stellt das Wetter einen Faktor mit hoher Unberechenbarkeit dar.


Sicht von Pol zu Pol, nur über dem Xinfeng See lag unbeweglich eine breite Wolke, damit hatte ich nicht gerechnet.

 

i-NvhD85X.jpg

 

 

 

 

 

Ich ließ ich jedoch nicht entmutigen, keiner hat gesagt, ich müsse den See aus großer Höhe betrachten.
In weiten Kreisen ging es abwärts durch die Wolken.

Ein Stockwerk tiefer bot sich dann dieses Bild:

 

i-k8Md4pQ.jpg

 

 

 

 


Das war auch nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Na gut, sagte ich mir, man kann nicht alles haben, die Genehmigung für Kai Tak war genug Glück für einen Tag,
lassen wir's gut sein, kehren wir um, denn für das Rendezvous am Abend möchte ich nicht zu spät im Hotel sein.

 

Anflug auf die 07L

 

i-jwwbrwh.jpg

 


Bis demnächst!
Othello

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Auf dem Wege nach Wuhan

 

Mein nächstes Ziel war Wuhan, am Jangtsekiang.
Den Weg dorthin hatte ich mir in zwei Etappen eingeteilt.

Der erste Abschnitt sollte mich bis zum Flughafen Changsha-HuangHua bringen.


Abschied von Hongkong

 

i-FjdVNMc.jpg

 

 

 


Unterwegs

 

i-rRmV6Ks.jpg

 

 

 


Der zweite Abschnitt brachte uns nach Wuhan.
Uns?
Ja, denn wir waren auf diesem Flug zu zweit.


Mit von der Partie war ein weiterer Pilot, ich hatte ihn während der Wetterberatung getroffen, er musste nach Wuhan und wir einigten uns darauf, dass er als Copilot mitflog.

 

Deutlich vor Sonnenaufgang war die Kingair startklar.

 

i-GnHBPK5.jpg

 

 

 

 

Der Tag war eben am Erwachen, als wir uns unserem Ziel, Wuhan, näherten.

 

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Im Flair

 

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Wuhan war ein Muß auf dieser Reise.
Von Whuan ist es nicht weit in Richtung Westen, dem Jangtsekiang stromaufwärts, bis zum "Drei Schluchten-Staudamm".
Den wollte ich mir in den nächsten Tagen anschauen.

 

Bis dann!
Othello

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Die Drei-Schluchten-Talsperre

 

Wieder war es erst am Nachmittag, als ich zur langersehnten Besichtigungstour startete.
Ich flog den Jangtsekiang flussaufwärts, um an den Drei-Schluchten-Damm zu gelangen.


Der Jangtsekiang be Wuhan


i-hm32Rd2.jpg

 

 

 

 

 

Noch mehr fieberte ich dem Flug durch die schmalen und steilen Flußtäler des Jangtsekiang entgegen, das Wetter bescherte hervorragende Sichten, und so war ich bestens gelaunt.

Für diesen Flug habe ich mich gebührend vorbereitet, falls sich jemand ebenfalls ein wenig kundig machen möchte,
habe ich hier zwei interessante Artikel:


https://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Schluchten-Talsperre
https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Schluchten

 

 

Der erste Teil des Fluges war ein wenig langweilig, das änderte sich ganz dramatisch, als der Gebirgszug in Sicht kam, durch welchen sich der "Gelbe Fluß" seine gigantischen Täler gegraben hat.


i-QrxSvvL.jpg

 

 

 


Die letze Staustufe flussabwärts, der Gezhauba Damm, markiert den Beginn des Abenteuers.


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Eine Flußbiegung weiter befindet sich der Damm der Dämme.
Dieser staut den Fluß auf eine Länge von 660km.


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Die erste der drei Schluchten, die Qutang-Schlucht


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Im Tiefflug durch die Schluchten, diese war an der engsten Stelle nur 150m breit

 

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Ein überschwemmtes Seitental


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Die Sicht wird zunehmend schlechter, aber noch reicht sie für den Weiterflug aus.


i-C2d9WN2.jpg

 

 

 

 

 

Die zweite der drei Schluchten, die Wu-Schlucht


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Jetzt wurde mir die Sicht doch zu schlecht, hier beschloss ich den Schluchtenflug abzubrechen.


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Bei der guten Steigleistung der B200 ist man schnell in sicherer Höhe.


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Wieder in der Sonne angekommen, war die Grenze der Wolkenschicht gut zu erkennen,

da habe ich mit dem Wetter ein klein wenig Pech gehabt.


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Nochmals die Drei-Schluchten-Talsperre, diesmal mit der schon tiefstehenden Sonne im Rücken.
i-Ht9PDwn.jpg

 

 

 

 

 

Der Rest des Fluges zurück nach Wuhan war Routine.

 

Mei Fazit für den Tag:

 

Eigentlich wollte ich alle drei Schluchten bereisen, aber wie soft oft in der Fliegerei musste dem Wetter Rechnung getragen werden.
Ein Erlebnis war der Ausflug trotzdem.

 

Morgen werde ich den Weiterflug planen, zuerst nach Shanghai und von dort direkt zur südwestlichsten Insel von Japan.
Und die liegt ganz in der Nähe von Taiwan 🙂

 

 

Gruß

Othello

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Hallo Othello,

 

mal wieder sehr schöne Bilder und ein sehr guter Reisebericht von Dir.

 

Nach Taiwan, genauer gesagt nach Taitung, zieht es mich und einen Freund morgen Abend im Zuge einer gemeinsamen Weltumrundung. Dort werden wir den Flughafen Taitung RCFN anfliegen.

 

 

Gruß

Reiner

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Na dann viel Erfolg!

Ich könnte ja ebenfalls kurz von Yonaguni aus rüberrutschen, wir könnten uns an der Bar treffen?

 

Zur Zeit ist es in dieser Gegend recht windig.

Auf dem Flug nach Yonaguni hatte ich in FL260 über 100 kt Westwind.

Im Steigflug war ein Vorhaltewinkel von > 30° nötig, um auf Kurs zu bleiben.

 

Gruß

Othello

 

 

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vor 1 hour , Othello sagte:

Ich könnte ja ebenfalls kurz von Yonaguni aus rüberrutschen, wir könnten uns an der Bar treffen?

 

Sehr gerne. Wir residieren im Sheraton Taitung Hotel :)

 

vor 1 hour , Othello sagte:

Zur Zeit ist es in dieser Gegend recht windig.

Auf dem Flug nach Yonaguni hatte ich in FL260 über 100 kt Westwind.

 

Dann können wir uns ja auf einen interessanten Anflug freuen!

 

 

Gruß

Reiner

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Von Wuhan über Shanghai nach Japan (Insel Yonaguni)

 

Ein Land, welches ich mir auf meiner Reise genauer anschauen wollte, ist Japan.
Als Eintrittspforte wählte ich dessen südwestlichste Insel, Yonaguni.

 

Der Flugplan sah eine Zwischenlandung in Shanghai vor, von dort sollte der Weiterflug kurz vor Sonnenaufgang beginnen.
Die Wetterprognose war, bis auf heftigen Westwind in der Reiseflughöhe (FL260), nicht besonders bemerkenswert.


Start von Wuhan in Richtung Shanghai


i-XP8rFXr.jpg

 

 

 

 


Der Flug nach Shanghai war ein wenig langweilig.

Dort angekommen verschwand ich schnell in meiner Unterkunft, der Weiterflug nach Japan war für den frühen Morgen geplant.


Noch vor dem Sonnenaufgang rollte ich zur Startbahn, gespannt auf ein neues Land, welches mich besonders fasziniert.


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Der Kurs verlief die erste Teilstrecke in etwa nach Süden.

 

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Während dieser Strecke bekam ich die Freigabe, auf FL260 zu steigen.
Das POH gibt für den Steigflug in diesen Höhen eine Geschwindigkeit von 110 KIAS an.

 

Um bei dieser Geschwindigkeit dem Track von 174 Grad zu folgen, war ein Heading von 208 Grad erforderlich.
Das ergab einen Vorhaltewinkel von 34 Grad.


Das ist mein persönlicher Rekord 🙂

 

i-svmJC25.jpg

 

 

 

 


Der Landeanflug auf Yonaguni (ROYN) verlief größtenteils in den Wolken.
Die Wolkenuntergrenze lag bei 5000ft, das war hoch genug, um die Landung nach Sichtflugregeln durchzuführen.

 

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Dieser Umstand war von Bedeutung, denn für eine Intrumentenlandung ist nur die RWY26 freigegeben.
Mit einer Rückenwindkomponente von ca. 20kt wollte ich mir das nicht antun und beschloß, nacht Sichtflugregeln auf der RWY08 zu landen.


Die Landebahn in Sicht


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i-x422ZTr.jpg

 

 

 

 

 


In Japan angekommen.


i-gz2H2pR.jpg

 

 

 


Jetzt nehme ich mir genügend Zeit für die weitere Flugplanung.
Fest steht, als nächstes werde ich mir Okinawa gründlich ansehen.
Warum das so ist, berichte ich, wenn ich dort angekommen bin.

 

Oss!
Othello

 

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