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MarcelFelde

Überführungsflug Technik-Museum Speyer

10 posts in this topic

Beschreibung:

Überführung eines Oldtimerflugzeuges in mehreren Etappen in Kooperation mit dem Technik-Museum Speyer und dem FS-Magazin.

 

Bedingungen:

Zunächst werden Vorschläge gesammelt, welches ausgediente Flugzeug von welchem exotischen Ort nach Speyer geflogen werden soll. Zum Beispiel ein altes Wasserflugzeug von den Bahamas oder den Philipinen, ein altes Verkehrsflugzeug aus Namibia oder Ost-Sibirien, ein alter Boeing Airliner von einem Wüstenflugplatz in Amerika...

Aus den Vorschlägen wird ein Kandidat ausgesucht. Die Reise sollte dann so geplant werden, dass das Flugzeug am VFR-Day in Speyer landet. Über die Etappen soll hier im Forum berichtet werden - ein paar Bilder und Zeilen zur jeweiligen Strecke. Vor der Landung sollen noch mehrere niedrige Überflüge durchgeführt werden, bevor die Maschine zum letzten Mal aufsetzt und ans Museum übergeben wird.

Es ist sicher für das Event in München sehr schön, wenn das Flugzeug auch dort noch einmal vorbeischaut oder einen Überflug macht. Am virtuellen Flugplatzfest in Mannheim freut man sich sicher auch über einen kurzen Besuch.

Vorschläge bitte als hier als Antwort auf diesen Eintrag einreichen!

 

Besonderes:

Das Technik-Museum Speyer unterstützt die Aktion mit zwei Eintrittskarten für das Museum - und zusätzlich bekommt der virtuelle Pilot noch ein Jahres-Abonnement vom FS-Magazin!

 

Wichtig:

Dieser Überführungsflug und das Exponat sind virtuelle Bestandteile eines Online-Events. Es wird, zumindest in diesem Zusammenhang, kein reales Flugzeug in Speyer landen! :) Nur der Gewinn, die Eintrittskarten und das Abonnement, sind real!

 

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Moin Marcel,

anbei ein Zeitungsauschnitt aus der FFP vom vergangenen Wochenende.   :lol:

     Sensationsfund erhebt sich in die Luft

NORWICH/FFP   Bei Abbrucharbeiten einer seit Jahren ungenutzten Flugzeughalle wurden am Flughafen Norwich (EGSH) vor etwa drei Jahren mehrere Container mit Flugzeugteilen entdeckt. Da sich schnell zeigte, dass es sich um ein Flugzeug der Dornier-Werke handelte, wurden die Experten des Deutschen Museums und des Technikmuseums Speyer hinzugezogen. Der Vorsitzende des Technik Museums, Hermann Layher, erkannte sofort die Tragweite des Fundes. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bei strengster Geheimhaltung wurde das gefundene Flugzeug wieder aufgebaut, welches zu 100% vollständig war.

Am 22. September, auf den Tag genau 38 Jahre nach dem ersten Senkrechstart des 2. Prototypen der Dornier Do-31, erhob sich der bisher in keiner Veröffentlichung erwähnte 4. Prototyp in die Luft. In den Containern gefundene Dokumente legen den Schluss nahe, dass diese Do-31 heimlich nach Israel verschifft werden sollte.

Bei dem Erstflug zeigte sich, dass zwar alle Systeme soweit funktionierten, jedoch die Dichtungen des Hydraulihsystems schwere Altererscheinungen aufwiesen.

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Eines der seltenen Fotos vom Erstflug des 4. Do-31 Prototypen                                                      Foto: FF21, FreieFriesenPresse

Somit wurde beschlossen, die Do-31 zu einem letzten Flug auf die Reise zu schicken. Im Laufe der kommenden Woche wird sie sich auf ihre Reise nach Speyer begeben. Ihr Eintreffen ist für Sonntag, den 03.10.2015 geplant. Kurz vor der Landung in Speyer entscheinden die Techniker und Piloten, ob die Technik für einen Kurzbesuch beim Flughafenfest in Mannheim sicher genug erscheint.

Leider nicht sehr weit weg, aber exotisch.

Liebe Grüße,

Volker

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Sehr, sehr gut Volker!

Da so eine Reise ja auch ein wenig Vorbereitung und Zeit braucht, ist Mittwoch, 30. September 18:00 Local Einsendeschluss für weitere Vorschläge. ;)

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Erste Etappe der Überführung von Norwich nach Speyer

In den Vormittagsstunden begann das Abenteuer. Nach dem Anlassen und den Systemcheck rollten wir schnell zur Startbahn, wo wir auch sofort die Startfreigabe erhielten. Nach normalem Start verließen wir den Platz Richtung Küste. Fast alle Systeme liefen zur vollsten Zufriedenheit. Lediglich die Trimmung zeigte ihre Tücken und hakte. So dauerte es eine Weile, bis eine stabile Trimmung erreicht werden konnte. Nach etwa 35 Minuten erreichten wir die Themsemündung. Weitere ruhige 40 Minuten später kam Shoreham in Sicht. Die Endphase des Landeanflugs begann. Auch hier bereitete die Trimmung weiterhin Schwierigkeiten. Doch mit etwas Mühe gelang eine sichere Landung. Zur großen Enttäuschung der zahlreichen Zuschauer rollten wir unsere Do-31 direkt zum Wartungshangar, damit die Techniker bis zur nächsten Etappe am Freitag (Shoreham - Brüssel Charleroi) die Trimmung reparieren können.

 

Kurz vor der Themsemündung

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Shoreham in Sicht

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04 Eindrehen in den rechten Gegenanflug Piste 03.jpg

rechter Queranflug, die Sichtverhältnisse sind nicht besonders.

05 Queranflug - die Sichtverhältnisse sind nicht besonders.jpg

Einschweben, kurz vor dem Aufsetzen

06 Einschweben - kurz vor dem Aufsetzen.jpg

Sicher gelandet

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Auf zum Feierabend

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Wer beim Anflug auf Mannheim / Speyer die Do-31 als richtiges Modell sehen möchte
sollte sich bei Flightsim die Datei do31vtol.zip herunterladen.

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Vielen Dank Volker!

Bin sehr gespannt, wie es weitergeht und ob es die Do 31 ins Museum geflogen werden kann oder ob technische Mängel noch dafür sorgen, dass sie zerlegt auf der Autobahn transportiert werden muss. Ich drücke Dir die Daumen!

Hast Du eine grobe Zeitplanung, wann Du in Mannheim und Speyer sein willst?

 

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Zweiter Teil der Überführung

Nachdem die Techniker zwei Tage an der Trimmung gearbeitet hatten kam heute Früh das ok.
Also Klappe auf, alles einladen -

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Checkliste beginnen, Elektrik einschalten - und nichts ging mehr.
Also durften die Techniker gleich wieder ran,
Der Dornier Do-960 war abgestürzt.
Zum Glück konnten unsere Techniker das System neu starten. Nach zwei Stunden waren sie mit allen Tests zufrieden und gaben das erneute ok.

Unsere Begleitmaschine, eine DeHavilland Mosquito stand auch bereit.

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Zügig ging es zur Startbahn.
Jetzt wollten wir es wissen. Wozu ist dieses alte Schätzchen noch in der Lage?
Senkrechtstart mit voller Leistung!

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Uns blieb der Atem weg. Einfach begeisternd, was die Ingenieure bereits zu dieser Zeit entwickelten.

Mit einer butterweichen Trimmung nahmen wir unsere Reiseflughöhe ein.

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Bis kurz vor Brüssel Charleroi verlief der Flug ruhig und ereignislos. Kurz vor der Landung ließ dann die Leistung des rechten Triebwerkes nach.

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Trotzdem konnten wir unsere Do noch sicher auf die Bahn bringen.

Im Moment ist fraglich, ob wir die Überführung morgen planmäßig durchführen können.

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Samstag, 03.10.15, 11.30 Uhr:

Eine Ablagerung in der Treibstoffzufuhr hatte sich gelöst und den Zufluss verringert. Beim Menschen wäre das wohl ein Infarkt.
Zum Glück trat das Problem erst unmittelbar vor dem Aufsetzen auf.

Einer Überführung nach Speyer steht aber im Moment nichts im Wege.

Geplante Startzeit in Brüssel: 15.00 Uhr (aber man weiß ja nie, wie wir gestern erlebt haben).
Geplanter Besuch in Mannheim beim Flughafenfest: 15:50 Uhr
Geplante Ankunft in Speyer: 16.00 Uhr /Landung ca. 16.10 Uhr
 

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Samstag, 03.10.15 letzte Etappe:

Ein Traum

Gehört dieses Flugzeug ins Museum?
Klar, natürlich - nein, niemals!

Natürlich ist die Do-31 historisch so wertvoll, dass sie in ein Museum gehört. Doch nach den heutigen Erlebnissen sagen wir: Dieses Flugzeug muss fliegend erhalten werden.
 
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Nach einem Bilderbuchstart erreichten wir schnell unsere geplante Flughöhe von 5500ft.
 
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Über die Saarmündung
 
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und den Rhein (im Bild das AKW Biblis)
 
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erreichten wir nach etwas weniger als einer Stunde Mannheim (hier im rechten Gegenanflug).

Die Dornier schnurrte wie ein Kätzchen, alle Systeme waren absolut im grünen Bereich.
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Also zeigten wir den Zuschauern die Raubkatze. Tiefer Überflug mit 340kts, steiler Anstieg, Senkrechtlandung und -Start und ein langsamer Überflug bereiteten nicht nur den Piloten große Freude.

Auch in Speyer zeigte die Do-31 noch einmal ihre ganze Leistungsfähigkeit.
 
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Sollte dies wirklich der letzte Gegenanflug dieses herrlichen Flugzeugs sein?
 
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Nach einer letzten senkrechten Landung
 
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parkten wir direkt unterhalb des Towers, wo die Dornier schnell von vielen Zuschauern umringt war.

Eine letzte Etappe, die ohne jedes Problem verlief und uns dieses fantastische Fluggerät ans Herz wachsen ließ, liegt hinter uns. Wir vermissen die Do-31 schon jetzt.
Aber es besteht Hoffnung. In den frühen Morgenstunden der vergangenen Nacht kam es zu ersten Gesprächen zwischen Vertretern des Technik Museums Speyer, des Dorniermuseums Friedrichshafen und des Messerschmitt Museums in Manching.
Vielleicht gelingt es ja doch noch, die Dornier Do-31, ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst, flugfähig zu erhalten.
Wir von der Überführungscrew sind bereit!
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Vielen Dank Volker für Deine Mühe und die Überführung der Do 31 und die Dokumentation der Reise.

Hier noch Bilder aus Mannheim - Caro hatte glücklicherweise ihre Kamera bereit und Deinen Überflug festgehalten:

 

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Caro, danke für die Bilder.

Hier sieht man endlich, warum auf der Winschutzscheibe die schwarze Umweltplakette klebt.

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